Die SanDisk-Aktie ist von ihrem 52-Wochen-Hoch von 2.354,39 US-Dollar auf 1.150,89 US-Dollar gefallen – ein Rückgang um 51 %. Das geschah, obwohl der NAND-Flash-Hersteller starke Finanzergebnisse und eine wachsende Nachfrage von Rechenzentrumskunden meldete. Die Zahlen verdeutlichen die Kluft zwischen der jüngsten Entwicklung der Aktie und den aktuellen Geschäftsergebnissen des Unternehmens. SanDisk ist jedoch weiterhin Risiken durch die Kundenkonzentration und den Verbrauchermarkt ausgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2026 stieg der Umsatz um 175 % auf 20,25 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 8,97 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 372 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während die bereinigte Bruttomarge (Non-GAAP) mit 84,6 % einen Rekordwert erreichte. Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft stieg im Vergleich zum Vorquartal um 103 % auf 2,98 Milliarden US-Dollar. Damit entfielen 38 % der im Quartal ausgelieferten Bits auf dieses Geschäft, gegenüber 12 % ein Jahr zuvor.

Bis zum Ende des vierten Geschäftsquartals hatte SanDisk acht langfristige Vereinbarungen mit Kunden aus den Bereichen Rechenzentren und Edge Computing unterzeichnet. Die Verträge umfassen Mindestumsatzverpflichtungen von 93,9 Milliarden US-Dollar, die durch finanzielle Garantien in Höhe von 16,5 Milliarden US-Dollar abgesichert sind. Sie decken mehr als die Hälfte der für das Geschäftsjahr 2027 erwarteten Bit-Liefermenge des Unternehmens und etwa zwei Drittel der Liefermenge für das Geschäftsjahr 2028 ab.

SanDisk meldete für das vierte Quartal außerdem einen bereinigten freien Cashflow von 5,04 Milliarden US-Dollar, was einer Marge von 56 % entspricht. Das Unternehmen gab 4,5 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe aus; die verbleibende Rückkaufgenehmigung belief sich auf 15,5 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtverschuldung lag zum Ende des Geschäftsjahres 2026 bei 201 Millionen US-Dollar, nach 2,07 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.

Laut den im Bericht angeführten Daten von InvestingPro beträgt SanDisks Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der letzten zwölf Monate 8,4 und das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis 9,0. Der geschätzte faire Wert liegt bei 1.630,19 US-Dollar und damit 41,6 % über dem im Bericht genannten Aktienkurs. Die Veröffentlichung merkt außerdem an, dass in den angeführten Konsensdaten 21 von 25 Analysten die Aktie mit „Kaufen“ bewerteten. Das durchschnittliche Kursziel lag bei 2.143,83 US-Dollar.

Die Ergebnisse des Unternehmens gehen mit erheblichen Risiken einher. Der Umsatz im Verbrauchersegment sank im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 32 % auf 556 Millionen US-Dollar, während einige wenige Großkunden einen erheblichen Anteil der Lieferverpflichtungen ausmachen. Der Bericht nennt zudem Investitionen von Wettbewerbern, darunter Micron, als Wettbewerbsfaktor.

Quellen: Investing.com News.