Der US-Dollar fiel am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat, während Anleger die Ergebnisse der Zwischenwahlen und eine Reihe durchwachsener Wirtschaftsdaten bewerteten. Der Dollar-Index, der die Währung gegenüber sechs wichtigen Vergleichswährungen misst, lag um 14:21 Uhr ET (19:21 Uhr GMT) 0,3 % niedriger bei 101,55, nachdem er mit 101,10 den schwächsten Stand seit dem 30. September erreicht hatte.

Prognosen der Associated Press zufolge errangen Die Demokraten Mehrheiten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus, obwohl noch einige Stimmen ausgezählt werden mussten. Die Ergebnisse bedeuten, dass die Unterstützung der Demokraten erforderlich sein wird, damit Gesetze ab Januar den Kongress passieren. Präsident Donald Trump behält sein Vetorecht.

Marktteilnehmer erwogen, ob der Wahlausgang zu einer strengeren Regulierung von Investitionen in künstliche Intelligenz führen könnte, darunter auch beim Bau von Rechenzentren. Dem Ausgangsbericht zufolge haben Investitionen in KI-Infrastruktur das Wirtschaftswachstum der USA gestützt, was die Möglichkeit aufwirft, dass eine Verlangsamung den Dollar belasten könnte.

Die Wirtschaftsdaten zeichneten vor dem für Freitag erwarteten Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft ein gemischtes Bild. ADP teilte mit, dass private Arbeitgeber im Oktober 86.000 Stellen geschaffen hätten – mehr als die erwarteten 67.000 und ebenso viele wie im September. Unterdessen deuteten Umfragen des Institute for Supply Management und von S&P Global darauf hin, dass sich die Aktivität im US-Dienstleistungssektor gegenüber September abgeschwächt hatte, aber weiterhin im Expansionsbereich lag.

Der Euro stieg angesichts des schwächeren Dollars um 0,3 % auf 1,1220 US-Dollar und steuerte auf seine stärkste Handelssitzung seit dem 15. Oktober zu. Der Anstieg erfolgte trotz Daten, denen zufolge der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone im Oktober von 53,1 im September auf 51,7 gesunken war – ein Viermonatstief und unter dem vorläufigen Wert von 51,9.

Das Pfund Sterling legte um 0,4 % auf 1,3467 US-Dollar zu und erreichte damit den höchsten Stand seit fast zwei Monaten. Vor der für Donnerstag angekündigten geldpolitischen Entscheidung der Bank of England verhielten sich Händler vorsichtig. Dem Ausgangsbericht zufolge stellten sich die Märkte auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4 % ein, angesichts anhaltender Inflation bei der Gesamtteuerungsrate und im Dienstleistungssektor.

Quellen: Investing.com News.